9.
Familiendrachenfest St. Goar
Dieses Jahr war es endlich soweit – ich wollte
das erste Mal das Framiliendrachenfest in St. Goar – veranstaltet
vom Drachenshop Pegasus - besuchen.
Nach endloser Staufahrt ging es durch eine beeindruckende Landschaft. Täler
und Berge soweit das Auge reicht. Schnell war auch das Fluggelände erreicht,
welches wunderdschön auf einem Plateau oben auf einem Berg liegt.
Also schnell einen Platz gesucht und raus mit dem Zelt. Als ich gerade das
Gestänge komplett hatte, wurde ich leider von meinem wunderschönen
Platz direkt zwischen Ein- und Zweileinerfeld vertrieben, da man dort angeblich
nicht mehr stehen durfte. Naja, also alles wieder ins Auto einpacken und ganz
ans hintere Ende der Wiese gefahren. Dort fand ich dann aber „mein“ Plätzchen
und das Auto konnte entladen werden.
Nach einem kurzen Rundgang über das Flugfeld und dem ersten Quätschen
hier und da musste ich mir natürlich den angepriesenen großartigen
Ausblick auf das Rheintal gönnen. Und die Ankündigungen waren nicht übertrieben.
Am Ende des Flugfeldes direkt hinter einer Baumreihe hat man einen absolut
traumhaften Ausblick – wunderschön!
Leider war der Wind am Freitagabend völlig eingeschlafen, wodurch an Drachenfliegen
nicht mehr zu denken war – stattdessen wurde getrascht, gequatscht und
viel gelacht.
Der Samstag begann zwar mit Wind, doch gleichmäßig
konnte man das nicht gerade nennen. Immerhin versuchten viele Drachenflieger
trotzdem unermüdlich ihre Kunstwerke an den Himmel zu stellen. Abgerundet
wurde der Anblick durch ein fliegendes, tricksendes und knatterndes Durcheinander
auf dem Zweileinerfeld.
Der komplette Samstag verging so wie im Flug und wurde nur durch eine kleine
private Weinprobe in der Mittagszeit und lange Gespräche hier und da unterbrochen.
Leider ließ sich die Sonne nicht wirklich oft blicken, wodurch es kräftig
kalt war – ich dachte wir hätten Juni!?!
Zum Nachtdrachenfliegen hatten sich verschiedene Drachenflieger eingefunden,
die nun dem Publikum ihre leuchtenden Drachen vorführten. In der Seele
weh tat mir ja der Rokkaku von dessen Rückseite im Flug ein Feuerwerk
abgeschossen wurde. Sah wunderschön aus, bis eine Rakete mit dem Rückstoß den
Kielstab zerfetzte – ich hoffe der Rok hat’s überlebt!
Abgerundet wurde dieser saukalte Abend mit einem ganz netten, nicht übertriebenen
Höhenfeuerwerk.
Der Sonntag begann unglaublich: mit Sonne! Ja, es war
richtig warm – nur Wind hatten wir leide eher wenig. Trotzdem wurden
aber wieder viele verschiedene Drachen in den Himmel gezogen – zumindest
versuchsweise.
Gegen Mittag fand dann der „Best of Werlau-Cup“ statt, bei dem
sich jeder Interessierte dem Publikum präsentieren kann und durch Applaus
bewertet wird. Hier war ich erstaunt, wie wenig Publikum doch da war – ich
hatte definitiv mit mehr gerechnet. Herzlichen Glückwunsch noch mal dem
Team „Team4Fun“ zum verdienten 1. Platz!
Dank Peter habe ich um 14.00 Uhr auch am „Bauwettbewerb“ teilgenommen
und meinen Birdman vom Publikum bewerten lassen. Leider hatten wir nicht genügend
Wind, wodurch wir die Drachen nicht im Flug bewerten lassen konnten. Und trotzdem
habe ich mit einer Durchschnittsnote von 1,4 den 2. Platz belegt. Der 1. Platz
ging an René mit seinem grandiosen Tetraeder, den ich in Melle schon
stundenlang bewundert habe.
Nach der Verlosung um 17.00 Uhr wollte ich schnell mein Zelt zusammenpacken
und ab nach Hause. Fehlalarm! In St. Goar kann man nicht mal eben das Aktionsfeld
oder die Camperreihe entlanglaufen, ohne mehrmals in Gespräche verwickelt
zu werden. So habe ich aber noch lange mit „Drachenzüchter“ gelabert
und erst viel später das Zelt abgebaut.
Müde und geschafft aber glücklich nach einem schönen Wochenende
traf ich um 21.00 Uhr wieder zu Hause ein.
Vielen Dank dem Pegasusteam für die Organisation – ich
bin im nächsten Jahr sicherlich wieder mit von der Partie! |