Nach jahrelanger Pause (meistens durch kranke Kinder oder familiäre Gründe) wollten wir in diesem Jahr mal wieder richtig in Lünen dabei sein.
Leider reisten wir – obwohl wir so nah wohnen - recht spät an, wodurch quasi alle Plätze belegt waren. Doch mit etwas Glück bekamen wir einen Platz direkt am zweiten Flugfeld – spitze!
Am Freitag gab es ein großes Wiedersehen mit lange nicht gesehenen Drachenfreunden. Es ist doch immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich die Gruppierungen auf jedem Fest sind. Manche trifft man überall, andere nur in Lünen.
Das Beste in diesem Jahr war der Wind. Wir hatten das ganze Wochenende Wind, in dem man Drachen fliegen konnte – das ist nicht immer so in Lünen. Trotzdem wurde der Samstag mal wieder viel verquatscht. Aber natürlich erst nachdem wir einige Banner in unserer Ecke aufgebaut hatten. Es sollte ja hübsch aussehen am Flugfeldrand.
Obwohl wir eigentlich nicht wollten, ließ ich mich zum Nachtflug mit Schleierdeltas überreden. Und so bauten Lena und ich nach dem Abendessen in der Dunkelheit 10 große Schleierdeltas auf, versahen sie mit Leinen und warteten gespannt aufs Nachtfliegen. Mit einer großen Gruppe freiwilliger Helfer stieg die Spannung, als die ersten Drachen der Osnabrücker – die das Nachtfliegen organisierten – in die Luft stiegen.
Auf Kommando rannten wir mit unseren Drachen los – denn jetzt war der Wind natürlich weg. Doch das Bild der vielen Schleier in der Luft war super.
Am hinteren Ende des Feldes, sortierten wir dann die Drachen und sicherten die wild in der Wiese liegenden Leinen. Und dann standen wir quasi mitten im Feuerwerk – das sah richtig toll aus!
Anschließend zogen wir den großen Haufen Drachen über die feuchte Wiese bis zum Wohnwagen – keine gute Idee. Die untersten Drachen sahen aus wie Sau, als wir dort ankamen. Na mal schauen, wie wir die wieder trocken und sauber bekommen würden.
Zum Abschluss des Tages quatschte ich mit vielen Freunden bei einem Bierchen über die vergangene Zeit. Schön, so ein Treffen hatte ich schon lange nicht mehr.

Der Sonntag erwartete uns mit für Lünen super Wind und wir schafften es tatsächlich zwei Trains mit bis zu 5 Drachen an den Himmel zu stellen. Heute mühte sich Sophie mit ab, und wir schafften es mit viel Geduld, alle Deltas trocken zu fliegen! Und ohne Gras sahen sie auch gar nicht mehr so schlimm aus.
Ein schönes Wochenende in Lünen, an dem wir des öfteren sagten: „Warum waren wir eigentlich so lange nicht mehr hier?“
Fazit: Wir kommen mit deutlich weniger Pause wieder nach Lünen. Wenn es passt 2026 natürlich!

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