Zum bereits 19. Mal ging es in diesem Jahr für mich (Florian) alleine nach Fanø. Die Mädels durften leider wegen der Schule nicht – fanden das auch sehr blöd.
Während das Wetter auf Fanø richtig bescheiden war, machte ich mich am Dienstag bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg nach Norden. Bei herrlichstem Abendrot fuhr ich durch Hamburg und hatte genau an der dänischen Grenze eine dicke Wolkendecke über mir.
Nach einer ruhigen Nacht im Wohnwagen auf einem Waldstellplatz, ging es Mittwoch morgen schnell weiter nach Esbjerg und von dort nach Fanø.
Schnell war der Wohnwagen abgekoppelt und bei Feldberg Familien Camping abgestellt, dann ging es zum Strand. Schon auf dem Weg dorthin traf ich mein geliebtes Hessenhaus in voller Belegung. Groß war die Wiedersehensfreude!
Am Strand fuhr ich einmal von Nord nach Süd den Strand herunter und blieb hier und da stehen um mit alten Bekannten zu quatschen. Leider war der Wind echt frisch, weil keine Sonne zu sehen war. Zum Glück traf ich aber auch Henry und Sonja Johns, bei denen ich mir eine Fleeceweste mit dem diesjährigen Patch kaufte – da waren schließlich Schleierdeltas drauf! Und jetzt war es deutlich wärmer.
Am Abend war ich spontan bei den Hessen zum Abendessen eingeladen – vielen Dank für Eure Gastfreundschaft seit vielen Jahren! Die Pesto-Sauce wird sofort in meine Sommerlagerküche mit aufgenommen.

Der Donnerstag startete etwas freundlicher und ich fuhr früh zum Strand, wo ich mich zu Marcus und Paul stellte und begann, alle Banner aufzubauen. Die wurden anschließend in einer dicken Rolle auf das Auto geladen – als Vorbereitung für das morgige Bannertreffen.
Leider ließ der Wind am Mittag vollständig nach und der Himmel war schlagartig leer. Kurz überlegte ich zum „Lieblingsplatz“ zu fahren ein Stück leckeren Kuchen zu essen, aber alleine hatte ich da keine Lust zu. Also genoss ich die Zeit am Strand und machte mich bereits um 17 Uhr auf den Weg zur Fanø-Halle, wo ich meinen Verkaufsstand aufbaute.
Das Wetter war toll, doch leider wurde ich den ganzen Abend von der Burgerbude neben mir eingeräuchert. Handy, Brille und Kartenlesegerät hatten nach kurzer Zeit eine dicke Fettschicht. Egal, der Abend war trotzdem toll, weil ich immer sehr viele Menschen treffe.
Nach einem schnellen Abendessen fiel ich um 22.30 Uhr ins Bett – die Nacht würde kurz werden.
 Um 5.30 Uhr klingelte mein Wecker und bereits um 5.50 Uhr war ich am Strand in Rindby. Und wieder hab ich es nicht geschafft: Michaela und Christian, mein fleißiges Hark-Team seit Jahren, war schon wieder vor mir da.
Schnell klärten wir, wie wir heute vorgehen wollten und legten sofort los. Bei strahlend blauem Himmel zogen wir die ersten Hilfslinien in den Sand – immer bewaffnet mit dem großen laminierten Plan vom geplanten Motiv.
In zwei Teams gestalteten wir dann die beiden Hälften der Weltkugel, die es in diesem Jahr werden wollte. Ein kurzer Blick mit der Drohne von oben verriet: das wird super!
Nach genau 2 Stunden waren die Hark-Arbeiten erledigt und wir begannen mit dem Aufbau der ersten Banner. Dank zweier Akku-Bohrhämmer von Kay-Uwe und Siggi, ging es noch leichter als sonst. (Anm. d. Red.: Am Tag nach der Heimkehr wurde auch bei der Bannerinnung eine neue Maschine bestellt) Nur die Geräuschkulisse war etwas beängstigend: Standen wir doch am leeren Strand und es hörte sich an, als würde ein Haus abgerissen.
Und plötzlich strömten von überall Bannerbesitzer herbei und bauten ihre Schönheiten auf. Es wurde schnell voll am Strand und das Bannermeer erweiterte sich minütlich. Und wie immer: Alle hatten Bock und die Laune war bestens. Jeder half jedem, und keiner wurde mit seinen Bannern allein gelassen. Toll! Ich liebe diese Atmosphäre!
Geplant war das Gruppenfoto mit Trend TV aus Wolfsburg um 11 Uhr – doch wir hatten bereits vorher die letzten Banner aufgestellt und auch mein Zählteam (Jenny und Leon) hatte ein amtliches Endergebnis – also schritten wir zur Tat. Sagenhafte 590 Banner hatten es in diesem Jahr an den Strand geschafft. Und das waren längst nicht alle – das Wetter war einfach zu gut heute – viele waren direkt zum Drachenfliegen übergegangen. Macht aber nichts. Wir hatten sehr viel Spaß, die Bilder sind toll geworden und es hat wiedermal sauviel Spaß gemacht. Vielen Dank an alle, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben.
Im nächsten Jahr feiern wir das 10. Bannertreffen! Wieviele Banner bekommen wir da wohl an den Strand? Es könnten deutlich mehr als 590 werden, oder?
Nachdem die meisten mit ihren Bannern weitergezogen waren, saßen wir noch den ganzen Tag mit Siggi, Anke, Michaela, Christian, Alfons, Manfred, Andrea, Torsten und Petra zusammen vor den Autos und genossen das tolle Wetter – und eine Sitzmöglichkeit. Meine Herren, ist so ein Meeting anstrengend!
Zwischendurch entstanden viele tolle Gespräche, so auch mit Caterina Capelli, mit der ich lange über dies und das quatschte. Soviel Zeit hatten wir noch nie miteinander - das war richtig toll.
Um 18 Uhr packte ich als Letzter meine Banner aufs Auto und fuhr schnell zum Campingplatz und frühstückte. Ja, richtig – vorher war nie Zeit, etwas zu essen (abgesehen von einer Banane und einem Eis).
Nach einem Powernap fuhr ich um 19 Uhr wieder an den Strand und baute alle Schleierdeltas auf. Neben Marcus, Paul und Helmut, die bereits da waren, gesellten sich bald Alicja, Nathalie, Albert, Caterina, Franz, Ralf, Steve und sein Sohn und Alfons dazu und wir hatten einen richtig tollen, internationalen Abend mit lustigen Ideen, Geschichten und Fakenews. Was ein Spaß!
Erst nach 0 Uhr begann ich meine Drachen einzupacken. Jetzt war ich stehend k.o. – aber der Tag war einfach unglaublich! Danke an euch alle!
 Nach einer beschissenen Nacht (erst schlaflos, dann Gewitter) wachte ich mit heftigen Kopfschmerzen auf. Dank einer Kopfschmerztablette von Anke konnte ich bei meinen hessischen Freunden einen ganz ruhigen Tag genießen. Nur der Herzdrachen kam raus ansonsten war sitzen und faulenzen angesagt – das hatte ich mir verdient.
Ok, ganz tatenslos waren wir nicht, immerhin haben Michaela und ich eine komplette KAP-Foil-Waage neu gemacht und ich hab das Drumboxfliegen besucht. Das hat Spaß gemacht.
Am Abend gab es dann wieder ein leckeres Abendessen im Hympelvej und im Anschluss das zweite WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft.
 Bei strahlend blauem Himmel fuhr ich Sonntagmorgen bereits früh an den Strand – wieder weit hinter der Rinne Richtung Fanø Bad – hier hat man immer seine Ruhe.
Außerdem hatte ich mir ein Projekt vorgenommen, für das ich etwas Platz brauchte. Noch vor dem Frühstück baute ich alle gelben, orangen und roten Fahnen der Wave of colour der Größe nach auf und platzierte darüber einen farblich passenden Schleiderdelta. Leider war der Wind noch sehr wankelmütig, weshalb ich dann erst mit Helmut zusammen im Sonnenschein frühstückte – mit Blick aufs Meer. Ich sag mal so, es kann einem schlechter gehen.
Plötzlich hatte sich der Wind berappelt und auf eine Richtung geeinigt. Also baute ich die Fahnen nochmal um und baute die anderen Farben dazu. Boar, sah das toll aus, mit den Schleierdeltas, die die gleiche Form am Himmel wie die Banner am Boden hatten. Mega!
Dazu war der Himmel mittags erst mit vielen ganz kleinen Wolken versehen, am Nachmittag strahlend blau. Für Fotos ein Traum!
Dazu stellte ich eine lange Bannerreihe auf und machte viele Fotos, Videos und Drohnenaufnahmen. Ein rundum gelungener Tag.
Zum Abend hin musste ich etwas umbauen, weil die Flut kam. Also verschwanden die Banner und die Schleierdeltas wurden passend zum Sonnenuntergang, in Richtung Wasserkante verlagert. Und dann kamen auch schon Alex Riedel und Daniela Samsony, die sich angekündigt hatten und gemeinsam machten wir den Himmel bunt. Helmuts Schleierdeltas flogen bereits den ganzen Tag mit meinen zusammen.
Bei netter Musik genossen wir einen mega tollen Sonnenuntergang und konnten gar nicht genug bekommen von dem Anblick. Vielen Dank, dass wir das zusammen erleben durften!
Wiedermal weit nach 0 Uhr kam ich am Campingplatz an – erfüllt von vielen tollen Eindrücken.
 Bereits um 8 Uhr am Montagmorgen stand ich wieder am Strand und hatte innerhalb von 20 Minuten alle nassen Schleierdeltas am Himmel. Die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel – Zeit für ein Frühstück.
Dann genoss ich einen weiteren Tag mit Helmut und vielen netten anderen Menschen, die zwischendurch immer mal wieder auf ein Quätschchen vorbei kommen. So macht das richtig Spaß.
Leider musste ich dann doch schon alles zusammenpacken, weil zuhause ein Kind meinte ohne Papa krank werden zu müssen – also wollte ich Dienstagmorgen wieder nach Hause abfahren. Jetzt hieß es aber: Alle Banner und alle Schleierdeltas richtig verpacken und ins Auto sortieren. Das macht nie Spaß, ging aber recht gut.
Nach einer Dusche machte ich mich zu 17 Uhr erneut auf den Weg in den Hympelvej, wo ich zum hessischen Abend eingeladen war. Schon von weitem begrüßten mich die vielen Banner oben auf der Düne und viele Menschen mit Bembel-Shirts oder -Mützen. Dann gab es natürlich Äppler und leckeres Essen (grüne Soße, Handkäs, Kochkäse, Brote, Kartoffelsuppe und mehr) und viele lustige Gespräche. Vielen Dank für den sehr netten Abend und die Einladung! Ich freu mich jetzt schon wieder auf euch im nächsten Jahr!
 Kurz vor 7 Uhr klingelte der Wecker am Dienstag und ich machte den Wohnwagen reisefertig. Schnell war er wieder am Auto angehängt und die Fahrt nach Hause konnte beginnen.
Ohne Stau am Hafen, in Hamburg oder Bremen, kam ich hervorragend gut durch. Ziemlich geschafft, aber überglücklich über diese tollen Tage auf der Insel, konnte ich mich dann wieder um meinen Hauptjob kümmern – Papa.
Inzwischen ist das Kind wieder fit und ich schwelge noch in Erinnerungen.
Bis 2027 – wir sehen uns!
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